Fünfnadeltelegraf Zeigertelegraf Zeigertelegraf für den Bahnbetrieb Aachener Eisenbahntelegraf Wheatstone-Einnadeltelegraf Siemens-Zeigertelegraf Morse-Schreibtelegraf Morse-Schreibtelegraf Morse-Apparatesatz der Deutschen Reichsbahn Rekorder-Doppeltaste Kopie einer Buchseite zum Schwarzschreiber der Gebrüder Digney Siphonrekorder von Muirhead Empfangsschreiber für Transatlantikverkehr Morsetaste Klopfer Klopfer Ferndrucker Unbewehrtes Telegrafenkabel der Köln-Minden-Thüringer-Eisenbahn Doppelglockenisolatoren für Freileitungen Telegrafen-Landkabel Telegrafen-Seekabel Polarisiertes Baudot-Relais Polarisiertes Relais Polarisiertes Dosenrelais Polarisiertes Siemens-Carpenter-Relais Polarisiertes Kleinrelais Mehrfach-Tonfrequenztelegraf WT 24

Vitrine 3: Telegrafie 2

Der Fünfnadeltelegraf Wheatstones zeigte die übertragenen Buchstaben direkt an und machte eine manuelle Decodierung überflüssig. Der erste Anwendungsbereich sowohl des Fünfnadeltelegrafen als auch der verschiedenen Zeigertelegrafen fand sich im Eisenbahnverkehr. Beispielsweise wurde der ebenfalls von Wheatstone erfundene Zeigertelegraf im Aachener Eisenbahnverkehr eingesetzt. In den folgenden Jahrzehnten kam es zu vielen Verbesserungen, die schließlich zu einer großen Verbreitung der Zeigertelegrafen führten. Der Zeigertelegraf von Werner von Siemens war sowohl handlich als auch schnell und einfach zu bedienen, da die Nachrichten buchstabenweise telegrafiert wurden.

Es ging nun nicht mehr darum, Telegrafie zu ermöglichen, sondern Kosten, Nutzen und Betriebssicherheit zu optimieren. Morsetaste und Klopfer waren zwar in der Anschaffung günstig, aber der Morse-Apparat schrieb die Nachrichten automatisch in einem Code aus Punkten und Strichen auf einen Papierstreifen. Beide Verfahren wurden daher den Anforderungen entsprechend eingesetzt.

Für die Telegrafie über transozeanische Kabel wurden das Doppelstromverfahren eingeführt und sehr empfindliche Empfangsschreiber entwickelt. Für kurze Landverbindungen setzte sich zunehmend der Hörempfang mit dem einfachen Morse-Klopfer durch.

Die Leitungstechnik wird in der nachrichtentechnischen Sammlung durch verschiedene Land- und Seekabel seit 1847 demonstriert, die Freileitungstechnik durch zwei Doppelglockenisolatoren. Zur Verstärkung und Regeneration der impulsförmigen Telegrafiesignale nutzte man die polarisierten Telegrafenrelais.

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