Bindfadentelefon Helmholtz-Resonatoren Erste Versuche von Reis Versuchsaufbau von Reis Funktionsfähiger Nachbau des Telefons von Reis Telefon von Bell Endgültige Ausführung des Bell'schen Telefons „The Speaking Telephone“ „Elektromotograph“ „Telephon und Rufapparate mit magnetischer Gleichgewichtslage der schwingenden Theile“ Elektrodynamisches Telefon Kohlemikrofon Wandfernsprecher mit Ortsbatterie Wandfernsprecher mit Ortsbatterie Wandfernsprecher mit Wählscheibe Tischfernsprecher mit Ortsbatterie Tischfernsprecher für Zentralbatterie Tischfernsprecher mit Wählscheibe Tischfernsprecher Kurbelinduktor Ortsbatterie Fernhörer mit Ringmagnet Karte mit einer Zeichnung zur Benutzung des Telefons Karte mit dem Bild eines Wandfernsprechers Wählscheibe für 1. deutsches Selbstwählamt Hildesheim Reihenfernsprecher für kleine Nebenstellenanlagen ohne Zentralvermittlung Tischfernsprecher Feldfernsprecher Sammelbild aus der Serie „Zukunftsfantasien“ Tischfernsprecher mit Zugnummernschalter Tischfernsprecher mit Wählscheibe Dualbandhandy Tischfernsprecher mit Wähltastatur

Vitrine 8: Telefonie

Das von Hooke 1667 neuerfundene Bindfadentelefon war in Europa eine große Attraktion. Diese äußerst primitive Ausführung bestand aus zwei Bechern, deren Böden elastische Membranen waren, die mit einem Faden verbunden wurden. Hierauf bauten alle folgenden Versuche auf. Philipp Reis leistete auf dem Weg zum elektrischen Telefon Pionierarbeit. Er baute als Sender ein menschliches Ohr nach und nutzte eine Geige auf der Empfängerseite als Verstärker. Reis arbeitete viele Jahre an der Verbesserung dieses Prototyps. 1864 machte er ein erstes funktionierendes Telefon öffentlich, doch blieb der Erfolg aus. Erst der von Alexander Graham Bell zwölf Jahre später gebaute Fernsprechapparat wurde auch im praktischen Nachrichtenverkehr eingesetzt. Es kam in der folgenden Zeit zu unterschiedlichsten Modellen von verschiedenden Erfindern: Dolbears „speaking telephone“ (1877), im gleichen Jahr Edisons „loud-speaking-telephone“, uvm.

1877 erfuhr das Deutsche Reichspostamt von der Erfindung des Fernsprechers durch einen Aufsatz im „Scientific American” im Oktober 1877. In Deutschland wurde der Fernsprecher zunächst als Möglichkeit gesehen, das Telegrafennetz auf dem flachen Land auszubauen, da das Telefon im Gegensatz zu den verbreiteten Morseapparaten keine Ausbildung des Betriebspersonals erforderte und zudem günstiger war. Es wurden sowohl Privatmitteilungen als auch öffentliche Bekanntmachungen übertragen. Anfangs wurden Wörter, Namen und Zahlen von einem Telegrafenamt zum anderen durch Sprache vermittelt. Bei Eigennamen und Zahlen wurden diese zunächst gesprochen und anschließend buchstabiert bzw. die einzelnen Ziffern wiederholt. Von 1880 bis 1903 gab es sogar Codebücher, in denen jeder Buchstabe einer Zahl zugeordnet war: A = 1, B = 2, ...

Es wurde zwischen Wand- und Tischfernsprechern mit Orts- und Zentralbatteriebetrieb unterschieden. Die Ortsbatterie wurde beim Teilnehmer aufgestellt, die Zentralbatterie befand sich beim Vermittlungsamt.

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